Umwelt und Naturschutz werden in Buthan großgeschrieben. Demnach ist auch das wirtschaftliche Interesse in diesem Bereich ziemlich groß. Zwei Drittel des Landes sind immer noch bewaldet und im Verhältnis zu anderen Ländern nicht wirklich vergleichbar. Soviel Naturbelassenheit findet man kaum auf der Welt. Kinder lernen bereits in der Schule, wie wichtig es ist, sich um seine eigene Umwelt zu kümmern. Der Unterricht findet auch oft im Freien statt. So können die Kinder alles haargenau verfolgen. In den wenigen Städten wiederum, ist der Lebenstandart an der unteren Grenze angesiedelt. Viele Jugendliche und junge Erwachsene plagen sich mit Arbeitslosigkeit. Die Landwirtschaft selbst produziert viel zu wenig Reis, so dass die Lebensmittel aus anderen Ländern importiert werden müssen. Grund für diese tiefen Einbrüche war die Vertreibung der Südbhutaner. Da mehr als 100.000 geflüchtet sind, wurde auch weniger Reis produziert. Probleme mit der Versorgung könnten ihn Zukunft ein großes Thema sein. Die Bevölkerung wächst stetig. Buthan ist laut Statistik eines der ärmsten Länder dieser Welt. Rund 40 Prozent der Menschen müssen mit etwa 15 Euro pro Jahr auskommen. Im Vergleich zu Indien ist das Einkommen, aber immer noch höher angesiedelt.
72% der Einheimischen sind Anhänger des tantrischen Mayhayana Buddhismus. Diese wird in Buthan sogar als Staatsreligion anerkannt. Nebenbei ist es das einzige Land, welche diese staatlich praktiziert. Auch der Hinduismus macht sich in Buthan ziemlich breit. Rund 25 % der Bevölkerung gehen diesen Glauben nach. Minderheiten sind hier vor allem bei den Katholiken, Christen und Muslimen zu finden.
Der Buddhismus und der Staat, waren vor allem im 17. Jahrhundert stark miteinander verbunden. Die Klosterburgen wurden hier auch zu militärischen Zwecken verwendet. Die Drukpa Klöster wurden später von Jigme Dorie Wangchuck an Bauern verteilt. Finanzielle Unterstützung für den Erhalt dieser Klöster gab es direkt vom Staat.
Auch bei der Nationalversammlung hat der Buddhismus sehr viel Mitspracherecht. 15 Sitze sind alleine für dieses Gremium reserviert. Je Khenpo der als buddhistisches Oberhaupt gilt, hat in der Politik ziemlich viel Mitsprache Recht.